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Wüstenrot: Kein Kundenverrat sondern Finanznot

Vor rund einem Jahr habe ich über meinen Sinneswandel zum Thema Bausparen berichtet. Für Sparer bieten Bausparverträge derzeit eine gute Möglichkeit, vernünftige Guthabenszinsen zu erhalten, ohne dafür unangemessene Risiken eingehen zu müssen. Grund hierfür ist, dass die Bausparkassen sich im Prinzip durch ihre Kunden selbst finanzieren und hierdurch relativ unabhängig von den vollkommen durchgedrehten Kapitalmärkten sind.
Jetzt müssen wir feststellen, dass die Unabhängigkeit wohl doch nur sehr relativ ist. Natürlich müssen die Bausparkassen derzeit auch ihre Baudarlehen zu sehr niedrigen Zinsen herausgeben, also können hohe Guthabenszinsen immer schwieriger finanziert werden, je länger das niedrige Zinsniveau andauert.

Das Problem an dem vom Handelsblatt geschilderten Vorgehen des Wüstenrot-Vertriebes dürfte nicht die Durchtriebenheit und grundsätzliche Schlechtigkeit der Wüstenrotvorstände und ihrer Lakaien sein, sondern die wachesende Not der Bausparkasse bezüglich ihrer Finanzierungssituation. Dies hat allerdings eine ganz andere Tragweite als die Pure Gier einiger Verkäufer. Es ist das erste Symptom dafür, dass nach den Lebensversicherungen nun die zweite Säule deutscher Sparkraft ins Wanken kommt. Wenn sich das so bewahrheitet, dann gibt es wirklich bald nichts mehr, worauf sich der deutsche Kleinsparer noch verlassen kann. Und dabei braucht er doch irgendwas, um die immer größeren Lücken in seiner Altersvorsorge zu schließen.
Lieber deutscher Kleinsparer, jetzt musst Du wirklich mal anfangen, Dich richtig mit Anlageformen und -strategien zu beschäftigen. „Kopf in den Sand hilft nichts, der A… guckt noch raus!“ (Zitat Hartmut Petersmann, Bankhaus Metzler). Stattdessen heißt es: Schnell den A.. hoch und tanzen!!

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