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Es ist so ruhig um den Euro?

Im Dezember 2010 habe ich über böse Angriffe von Spekulanten gegen den Euro geschrieben. Da ging es gerade so richtig los mit den Griechen und den Itlalienern und den Iren und so weiter. Der Euro würde unweigerlich zerfallen und böse Devisenhändler würden sich dabei eine goldene Nase verdienen.
Und wie schaut es gut drei Jahre später aus? Es ist merkwürdig ruhig geworden rund um den Euro in den letzten Monaten, oder? Könnten Sie spontan sagen, wo der aktuelle Preis für den Euro in US-Dollar (USD) liegt? Sind die Probleme im Euroland gelöst, dass keiner sich mehr damit beschäftigt? Ich glaube nicht, dass man die in Jahrzehnten aufgebauten Probleme in so kurzer Zeit lösen kann. Aber was tatsächlich passiert ist ist, dass „die Märkte“ sich an das Thema gewöhnt haben und die Sturheit der Politik und der EZB offenbar größer ist als die Geduld der Marktteilnehmer.

Schauen wir uns erstmal an, wo der Euro sich eigentlich gerade befindet:

EUR - USD  Chart

EUR-USD 15 Jahre
Quelle: www.onvista.de

Man erkennt auf dieser Grafik, dass der Euro trotz der ganzen Krise seit 2008 überhaupt nicht wirklich niedrig war. Das war er um die Jahrtausendwende. Aber mit Preisen um und über 1,20 USD ist er historisch gesehen sogar noch eher hoch.

Übrigens: Schon seit langem erzählen uns Analysten, dass 1,20 bis 1,25 USD ein fairer Gegenwert für den Euro wären. Wie auch immer die das berechnen wollen… .

Es scheint also so, als wäre es den Märkten zu langweilig geworden, gegen den Euro zu spekulieren. Wobei ich ja schon in dem oben genannten Artikel beschrieben habe, warum ich das mit den von Spekulanten ausgelösten Marktbewegungen für Quatsch halte. Die Gründe sind auch meiner Sicht:

  1. Die Angst ist ein Stück weit raus und es wird im Geschäftsleben weniger über Derivate (Optionen, Futures usw.) abgesichert. Auch sind die internationalen Anleger wieder zurück in Europa. Wer letztes Jahr nicht im DAX investiert war, war der Depp vom Dienst.
    Und da gibt es einige… 😉
  2. Die Alternativen zum Euro sind nicht wirklich da. Wäre der USD richtig gesund, dann wäre der Euro im Vergleich zur US-Währung sicher tiefer gefallen. Aber die professionellen Anleger wissen, dass sie hier nur die Wahl zwischen „Pest und Cholera“ hatten. Die Finanzlage der USA ist ja nicht gerade besser, als die der Euro-Länder. Eher umgekehrt. Und in Japan sieht es ja schon historisch katastrophal aus. Der Franken ist zu klein und die Chinesenwärhung nicht vertrauenswürdig genug. Ein Dilemma.

Ich nehme an. dass die Märkte gerade neuen Anlauf nehmen, um sich dann mit Schwung in die nächste Gier-und Panik-Phase zu stürzen. Vielleicht üben sie erst noch einmal ein bißchen am Yen oder sie nehmen sich gleich den USD vor. Dann besteht die Gefahr eines (für die Wirtschaft zu) stark steigenden Euros. Aber vielleicht haben wir dann ja noch ein bisserl Euro-Krise in Petto?

Wer in diesem Spiel  mitmischen und am Devisenhandel Geld verdienen möchte, der sollte sich mit dem Thema Forex, kurz auch FX genannt, von „Foreign Exchange“ beschäftigen.
Für den Forex Trading Einstieg am besten ein Depot bei einem spezialisierten Anbieter eröffnen und langsam Wissen und Erfahrungen sammeln.
Aber immer daran denken:

There is nothing like a free lunch! Wo hohe Gewinne locken, lauert auch ein hohes Risiko!

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2 Comments Add Yours ↓

  1. 1

    Eins zeigt die Graphik recht gut: Es stand schon mal viel schlimmer um den Euro!

  2. finanzdeutsch #
    2

    Vielleicht zeigt der Chart ja auch, dass es schonmal besser um den USD stand…?



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