RSS

Das erste Halbjahr 2010 an den Rohstoffmärkten im Überblick

(finanzinfo-service.de) Die Entwicklung der Rohstoffpreise in den letzten Monaten gibt deutlich wieder, dass diese mittlerweile stark von den Investoren und nicht mehr hauptsächlich von der tatsächlichen Nachfrage bestimmt werden. Die Zeitpunkte, an welchen die Preise von einer in die andere Richtung drehen, sind mit den Wendepunkten an den Aktienmärkten ziemlich identisch. Bauen die Anleger in ihre Portfolios Risiko (=Renditechancen) auf, werden vielfach Rohstoffe beigemischt. Beginnt der große Ausstieg aus allem was riskant ist, kommen auch die Rohstoffpreise in der Breite unter Druck. Gold und Öl spielen hier als die meistbeachteten “Superstars” eine Sonderrolle. Die Entwicklung des gesamten Marktes kann man zum Beispiel am Rogers International Commodity Index sehen. Dieser verlor im ersten Halbjahr 2010 10,6%. Der Ölpreis gab zum Ultimo 4,7% nach, ist aber durchaus für stärkere Schwankungen zu haben. Positiv entwickelte sich der Goldpreis.
Allerdings darf man das Edelmetall seit Beginn der Finanzkrise nicht als Rohstoff an sich sehen. Es ist wohl eher eine Wette auf eine hohe Inflation und noch weit schlechtere Tage an den Renten- und Aktienmärkten. Der Goldpreis, welcher in US-Dollar notiert wird, stieg im ersten Halbjahr um 13,5%. Für den Euroanleger verteuerte er sich sogar um rund 33%. Billig ist Gold damit sicher nicht mehr. Wer heute noch in das Edelmetall investiert, sollte sich eines hohen Rückschlagrisikos bewusst sein.

Share and Enjoy:
  • Print
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Yahoo! Buzz
  • Twitter
  • Google Bookmarks

Your Comment